Alle gemeinschaftlichen Einrichtungen, die den Dorfbewohnern zur Verfügung stehen, sind, wie im vorherigen Kapitel erläutert, im Gemeinschaftszentrum oder auch „GEZ“ (Mensagebäude) untergebracht.

Zu den Räumlichkeiten zählen Disco, Bierstube, The O(N)LY Lounge mit Spieleraum, der Filmclubraum, ein Sitzungszimmer („B00- Raum“), das Vereinsbüro, die Holz- und Metallwerkstatt, die Töpferstube, der Lesesaal und die Musikübungsräume.

Obwohl es kaum zu glauben ist, werden alle diese Einrichtungen von Dorfbewohnern, die ja Studenten sind, betrieben und verwaltet. Daher die Bezeichnung „Studentische Selbstverwaltung“. Die Selbstverwaltung im Studentenviertel Oberwiesenfeld (OWF) hat sich als eingetragener Verein etabliert, welcher „Studenten im Olympiazentrum e.V.“ heißt.

Besuch uns bei Facebook unter www.facebook.de/vereinderstudentenimolympiazentrum. Unsere Homepage ist www.oly-dorf.de.

Jeder offizielle Dorfbewohner kann durch schriftliche Beitrittserklärung Mitglied des Vereins werden; verbunden sind damit keinerlei Pflichten, auch kein Mitgliedsbeitrag, aber die Chance, an der Meinungsbildung der Selbstverwaltung mitzuwirken, in den Betrieben des Vereins beschäftigt zu werden, die Einrichtungen zu nutzen.

Wie die Selbstverwaltung aufgebaut ist, regelt die Satzung des Vereins: Oberstes beschlussfassendes Gremium ist die Mitgliederversammlung (Vollversammlung), die mindestens einmal am Anfang des Semesters einberufen werden muss.

Jedes Vereinsmitglied hat auf der Vollversammlung Antrags-, Rede- und Stimmrecht. Ein Vereinsbeitritt ist auch noch beim Einlass zur Vollversammlung möglich.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Vollversammlung gehört die Wahl des Präsidiums. Dem Präsidium, das aus maximal 20 Mitgliedern („Präsiden“) besteht, obliegt die Koordination der Ausschussarbeit, die Kontrolle der Geschäftsbetriebe (Bierstube, Oly-Disco) sowie die Verwaltung und Verteilung der Gelder, die in den Betrieben erwirtschaftet werden. Das Präsidium ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden. Aus den Reihen der Präsiden gehen die, nach §26 BGB vorgeschrieben, Vorstände (GVs) durch Wahl hervor. Der Vorstand bietet für die Vereinsmitglieder eine regelmäßige Sprechstunde an, den sogenannten „Jour Fixe“ (Montag 20-21 Uhr).

Es wählt unter anderem die Hauptverantwortlichen (HVs) und die Buchhalter (BHs) der Betriebe und arbeitet mit dem Studentenwerk und der Hausverwaltung eng zusammen.

Die von der Vollversammlung gewählten Präsidiumsmitglieder werden vom Studentenwerk zugleich als Haussprecher anerkannt, d.h. jeder Präside ist als „Haussprecher“ für die Stockwerke oder Gassen seines Betreuungsbereichs zuständig. Er ist direkter Ansprechpartner für die Dorfbewohner in allen Fragen, welche Wohnungsangelegenheiten oder die Selbstverwaltung betreffen.

Jeder Haussprecher besucht die in seinem Betreuungsbereich einziehenden Neueinzügler. Falls dich niemand besucht hat, so hat dich dein Haussprecher wahrscheinlich noch nicht angetroffen. In diesem Fall besuche deinen Haussprecher doch selbst einmal (Name und Apartmentnummer stehen auf der Aktuellen Seite).

Die Präsiden treffen sich im Semester jeden Dienstagabend um 20.15 Uhr im B00-Raum im 2. Stock des Gemeinschaftszentrums (GEZ) zu einer öffentlichen Sitzung (in den Ferien 14- tägig). Jedes Vereinsmitglied hat auf den Präsidiums- (=Haussprecher-) Sitzungen Antrags- und Rederecht.

Pro Semester Amtstätigkeit erhalten die Präsidiumsmitglieder vom Studentenwerk ein Semester Wohnzeitverlängerung (max. vier), sowie eine monatliche Vergütung von derzeit 77,- €.

Zum Präsiden bzw. Haussprecher kann sich jeder Dorfbewohner wählen lassen, der Interesse an der Selbstverwaltung und Motivation mitbringt. Wegen der Modalitäten kannst du deinen Haussprecher fragen. Aber vergiss nicht, vor der Vollversammlung musst du in mindestens drei Sitzungen gewesen sein, um die aufstellen zu lassen.

Das oberste Ziel der studentischen Selbstverwaltung ist das Fördern des Gemeinschaftslebens im Olydorf sowie das Anbieten von Jobs und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

 

Aufbau

Die studentische Selbstverwaltung ist wie folgt aufgebaut:

Bei der Vollversammlung der Vereinsmitglieder (Aufnahme am Einlass möglich, kein Mitgliedsbeitrag) werden für maximal 1 Semester 20 „Präsiden“ und Haussprecher zum Semesteranfang gewählt. Diese Vereinsmitglieder, welche gleichzeitig Präsidiumsmitglieder sind, werden dann Studentenwerk als Haussprecher anerkannt.

 

Ausschüsse

Die Ausschüsse konstituieren sich jeweils zum Semesteranfang für ein Semester. Jedes Vereinsmitglied kann sich diesen Anschüssen anschließen und sich dort engagieren. In unserem Verein gibt es folgende 11 Ausschüsse:

  • Veranstaltungsausschuss (VA)
  • Controling and Consulting Team (CCT)
  • Filmclub (FC)
  • Finanzausschuss (FA)
  • Fotoclub (Foto)
  • Grünanlagen- und Umweltausschuss (GRAS)
  • Kulturintrige (KULT)
  • Miet- und Ausländerausschuss (MAA)
  • Werkstattausschuss (WA)

In den Ausschüssen kann jedes ordentliche Vereinsmitglied mitarbeiten. Man sollte aber beachten, dass die meisten Ausschüsse ihre Mitgliederzahlen begrenzt haben. Generell werden neue Mitglieder auf den sogenannten „konstituierenden Sitzungen“ der Ausschüsse am Semesteranfang aufgenommen.

Diese Sitzungen finden jeweils nach der regulären Vollversammlung statt. Die Termine werden auf der Vollversammlung und durch Aushang angekündigt. Für eine aktive und unentgeltliche Tätigkeit über mindestens zwei Semester in einem Ausschuss kann man ein Semester Wohnzeitverlängerung, das sogenannte Honorarsemester, erhalten. Da diese Honorarsemester bereits Mitte des Semesters vergeben werden, muss man somit mindestens 3 Semester vor dem Ende des regulären Mietvertrages mit der Ausschusstätigkeit beginnen.

Die Adressen der Ausschussvorsitzenden für eine erste Kontaktaufnahme findet ihr auf der aktuellen Seite oder ihr fragt euren Haussprecher.

 

Vereinsmitarbeit

Einer der Zwecke unseres Vereins der „Studenten im Olympiazentrum e.V.“ ist, seinen Mitgliedern durch vereinsinterne Jobangebote die Möglichkeit zu geben, ihr Studium – zumindest zum Teil – selbst zu finanzieren.

Bereits seit der Gründung des Vereins stellen die Geschäftsbetriebe sein finanzielles Rückgrat dar. Sie helfen nicht nur die Ausschussarbeit zu finanzieren, sondern helfen den Studenten auch, unser BAföG direkt vor der Haustür aufzubessern oder etwas dazuzuverdienen.

Durch den vereinsrechtlichen Sonderstatus dieser Beschäftigungen handelt es sich nämlich nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern um etwas, das Juristen als „vereinsrechtliches Sonderbeschäftigungsverhältnis“ bezeichnen. In den Vereinsbetrieben (Disco, Bierstube, OlyEvent) und im Fasching (OlympiaLust) dürfen nur Dorfbewohner, die auch Vereinsmitglieder sind, beschäftigt werden. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die zahlreichen ausländischen Dorfbewohner.

Zur Zeit beschäftigt der Verein monatlich rund 80 (in Faschingszeiten auch über 200) Vereinsmitglieder. Rund 20-25% davon sind ausländischer Nationalität.