Studenten im Olympiazentrum e.V.

Straßen des Dorfs

Wer auf dem Olympiagelände den Straßen den Namen gab?

Tag für Tag nehmen wir ihre Namen in den Mund. Helene-Mayer, Connolly, Spiridon Louis usw.. Wer aber steckt eigentlich hinter diesen Namen? Wer hat in der Vergangenheit eine derartige Leistung vollbracht, daß die Münchner Stadtväter 1972 die Straßen und Wege auf dem neuerichteten Olympiagelände nach ihnen benannten? Auf den folgenden Seiten sollen diese Olympioniken und Namensgeber etwas genauer vorgestellt werden. Gentlemenlike wie es sich gehört, will ich mit der Dame beginnen, die dem Helene-Mayer-Ring, den sowohl das GEZ als auch die Hochhausbewohner als Adresse angeben, den Namen gibt.

Helene-Mayer-Ring

Von ihren Freunden und Sportkameraden aufgrund ihrer Haarpracht nur als „blonde He“ bezeichnet, wurde am 20.September 1910 in Offenbach geboren. Bereits 1925 machte sie erstmals weltweit auf sich aufmerksam, als sie mit gerademal 14 Jahren deutsche Fechtmeisterin wurde. 3 Jahre später wurde sie bei den Olympischen Spielen von Amsterdam mit 17 Jahren und 225 Tagen die jüngste Fechtolympiasiegerin aller Zeiten. Ein Rekord der übrigens noch heute Bestand hat. Nach den Spielen von Los Angeles 1932, bei denen sie nur den 5 Platz belegte, blieb die „blonde He“ in den USA und studierte und lehrte zugleich Deutsch am Mills College in Oakland. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung war eine dritte Olympiateilnahme nicht gesichert. Doch unter Druck, der von den USA und dem IOC ausging, wurde Helene Mayer in die deutsche Olympia-Auswahl für Berlin 1936 berufen, wo sie hinter der Ungarin Ilona Schacherer-Elek Silber gewann. Den „Hitlergruß“ den sie,wie alle deutschen Medaillengewinner, auf dem Siegerpodest vollzog, wurde ihr von den Juden damals sehr übel genommen. 1936 wurde Helene Mayer noch Mannschaftsweltmeisterin im Florettfechten, in dem sie ein Jahr später, zum Ende ihrer internationalen Karriere, auch den Einzeltitel errang. 1952 kehrte sie schwerkrank aus den USA nach Deutschland zurück, wo sie – erst 42 jährig – am 15. Oktober 1953 in einem Heidelberger Hospital an Krebs starb.

Von ihren Freunden und Sportkameraden aufgrund ihrer Haarpracht nur als „blonde He“ bezeichnet, wurde am 20.September 1910 in Offenbach geboren. Bereits 1925 machte sie erstmals weltweit auf sich aufmerksam, als sie mit gerademal 14 Jahren deutsche Fechtmeisterin wurde. 3 Jahre später wurde sie bei den Olympischen Spielen von Amsterdam mit 17 Jahren und 225 Tagen die jüngste Fechtolympiasiegerin aller Zeiten. Ein Rekord der übrigens noch heute Bestand hat. Nach den Spielen von Los Angeles 1932, bei denen sie nur den 5 Platz belegte, blieb die „blonde He“ in den USA und studierte und lehrte zugleich Deutsch am Mills College in Oakland. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung war eine dritte Olympiateilnahme nicht gesichert. Doch unter Druck, der von den USA und dem IOC ausging, wurde Helene Mayer in die deutsche Olympia-Auswahl für Berlin 1936 berufen, wo sie hinter der Ungarin Ilona Schacherer-Elek Silber gewann. Den „Hitlergruß“ den sie,wie alle deutschen Medaillengewinner, auf dem Siegerpodest vollzog, wurde ihr von den Juden damals sehr übel genommen. 1936 wurde Helene Mayer noch Mannschaftsweltmeisterin im Florettfechten, in dem sie ein Jahr später, zum Ende ihrer internationalen Karriere, auch den Einzeltitel errang. 1952 kehrte sie schwerkrank aus den USA nach Deutschland zurück, wo sie – erst 42 jährig – am 15. Oktober 1953 in einem Heidelberger Hospital an Krebs starb.

Connollystraße

In der sich die Bungalows befinden, wurde nach dem Amerikaner James Brendan Connolly benannt. Dem 1866 in Boston geborenen Connolly wurde bei den I. Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen eine große Ehre zuteil. Mit seinem Sieg im Dreisprung (Siegesweite 13,71 m) wurde er der erste Olympiasieger der Moderne. Der letzte Olympiasieg der Antike ging 1511 Jahre zuvor an den armenischen Boxer Varazdetes. Connolly war schon 30 Jahre und Student an der Harvard Universität als er erstmals von Olympia hörte. Zu den Spielen 1896 kam er unter den abenteuerlichsten Umständen. Da ihn die Universität für die 2-monatige Europareise nicht freistellte, exmatrikulierte er sich selbst, fuhr mit dem Schiff 16 einhalb Tage von New York nach Neapel, von dort mit dem Zug nach Brindisi, dann wieder mit dem Schiff nach Korfu und weiter per Bahn nach Athen. Am 5. April 1896, 24 Stunden vor Beginn seines Wettkampfes, kam er am Austragungsort der Spiele an. Im Jahr 1900 in Paris nahm er, mittlerweile als Journalist tätig, nochmals am Dreisprung teil und gewann mit 13,97 m die Silbermedaille. Connolly starb am 20. Januar 1957 im Alter von 91 Jahren.

In der sich die Bungalows befinden, wurde nach dem Amerikaner James Brendan Connolly benannt. Dem 1866 in Boston geborenen Connolly wurde bei den I. Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen eine große Ehre zuteil. Mit seinem Sieg im Dreisprung (Siegesweite 13,71 m) wurde er der erste Olympiasieger der Moderne. Der letzte Olympiasieg der Antike ging 1511 Jahre zuvor an den armenischen Boxer Varazdetes. Connolly war schon 30 Jahre und Student an der Harvard Universität als er erstmals von Olympia hörte. Zu den Spielen 1896 kam er unter den abenteuerlichsten Umständen. Da ihn die Universität für die 2-monatige Europareise nicht freistellte, exmatrikulierte er sich selbst, fuhr mit dem Schiff 16 einhalb Tage von New York nach Neapel, von dort mit dem Zug nach Brindisi, dann wieder mit dem Schiff nach Korfu und weiter per Bahn nach Athen. Am 5. April 1896, 24 Stunden vor Beginn seines Wettkampfes, kam er am Austragungsort der Spiele an. Im Jahr 1900 in Paris nahm er, mittlerweile als Journalist tätig, nochmals am Dreisprung teil und gewann mit 13,97 m die Silbermedaille. Connolly starb am 20. Januar 1957 im Alter von 91 Jahren.

Nadistraße

Der Italiener Nedo Nadi ist Namensgeber der Nadistraße. Der am 9. Juni 1894 in Livorno geborene Säbel- und Florettfechter holte bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen insgesamt 5 Goldmedaillen und wurde hinter dem Schützen Willis Lee erfolgreichster Teilnehmer dieser Spiele. Schon 8 Jahre zuvor, 1912 in Stockholm holte sich Nadi den Olympiasieg im Florettfechten. Mit seinem Bruder Aldo Nadi, ebenfalls ein sehr erfolgreicher Fechter, stand er 1920 in allen drei siegreichen Mannschaften. Nadi starb am 29.Januar 1940 in Rom.

Der Italiener Nedo Nadi ist Namensgeber der Nadistraße. Der am 9. Juni 1894 in Livorno geborene Säbel- und Florettfechter holte bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen insgesamt 5 Goldmedaillen und wurde hinter dem Schützen Willis Lee erfolgreichster Teilnehmer dieser Spiele. Schon 8 Jahre zuvor, 1912 in Stockholm holte sich Nadi den Olympiasieg im Florettfechten. Mit seinem Bruder Aldo Nadi, ebenfalls ein sehr erfolgreicher Fechter, stand er 1920 in allen drei siegreichen Mannschaften. Nadi starb am 29.Januar 1940 in Rom.

Coubertin-Platz

Der wichtigste Platz auf dem Münchner Olympiagelände ist der Coubertin-Platz. Er wurde nach dem am 1.1.1863 in Paris geborenen Baron Pierre de Coubertin benannt. Coubertin, der als „Vater der Olympischen Spiele der Moderne“ gilt, war von 1896 bis 1925 Präsident des IOC. Der sportbegeisterte Coubertin sprach am 25. November 1892 im Amphitheater der Pariser Sorbonne von einem auszurichtenden internationalen Sportfest als einer dem Frieden und der Völkerverständigung dienenden olympischen Veranstaltung. Dieser Tag gilt heute als der „Startschuß“ der Olympischen Bewegung. Coubertin trat am 28.Mai 1925 in Prag von seinem Amt als IOC-Präsident zurück. Er starb am 2.4.1937 in Genf an den Folgen einer Herzattacke. Jenes Herz wurde wenig später im griechischen Olympia , dem Zentrum der antiken Spiele, begraben. Noch heute erinnert an dieser Stelle ein Denkmal an den Gründer der Olympischen Spiele der Neuzeit.

Der wichtigste Platz auf dem Münchner Olympiagelände ist der Coubertin-Platz. Er wurde nach dem am 1.1.1863 in Paris geborenen Baron Pierre de Coubertin benannt. Coubertin, der als „Vater der Olympischen Spiele der Moderne“ gilt, war von 1896 bis 1925 Präsident des IOC. Der sportbegeisterte Coubertin sprach am 25. November 1892 im Amphitheater der Pariser Sorbonne von einem auszurichtenden internationalen Sportfest als einer dem Frieden und der Völkerverständigung dienenden olympischen Veranstaltung. Dieser Tag gilt heute als der „Startschuß“ der Olympischen Bewegung. Coubertin trat am 28.Mai 1925 in Prag von seinem Amt als IOC-Präsident zurück. Er starb am 2.4.1937 in Genf an den Folgen einer Herzattacke. Jenes Herz wurde wenig später im griechischen Olympia , dem Zentrum der antiken Spiele, begraben. Noch heute erinnert an dieser Stelle ein Denkmal an den Gründer der Olympischen Spiele der Neuzeit.

Spiridon-Louis-Ring

Der Sitz der Olympia-Park GmbH befindet sich am Spiridon-Louis-Ring. Spyridon Louis kam, auch wenn es der Name nicht vermuten läßt, aus Griechenland. Der am 12. Januar 1873 in Amaroussi geborene Louis gewann 1896 in Athen in 2 Stunden 58 Minuten und 50 Sekunden den ersten olympischen Marathon und wurde damit zum Volksheld. Obwohl er während des Rennen in ein Gasthaus einkehrte und sich mit Wein und Brathuhn stärkte, gewann er den Marathon mit 8 Minuten Vorsprung. Die letzte Runde im neuerbauten Olympiastadion von Athen wurde der Schäfer von seinem König und dem Kronprinz begleitet. Bei den Spielen 1936 in Berlin war Spyridon Louis Ehrengast. Der Grieche starb am 26.März 1940 in seinem Geburtsort Amaroussi.

Der Sitz der Olympia-Park GmbH befindet sich am Spiridon-Louis-Ring. Spyridon Louis kam, auch wenn es der Name nicht vermuten läßt, aus Griechenland. Der am 12. Januar 1873 in Amaroussi geborene Louis gewann 1896 in Athen in 2 Stunden 58 Minuten und 50 Sekunden den ersten olympischen Marathon und wurde damit zum Volksheld. Obwohl er während des Rennen in ein Gasthaus einkehrte und sich mit Wein und Brathuhn stärkte, gewann er den Marathon mit 8 Minuten Vorsprung. Die letzte Runde im neuerbauten Olympiastadion von Athen wurde der Schäfer von seinem König und dem Kronprinz begleitet. Bei den Spielen 1936 in Berlin war Spyridon Louis Ehrengast. Der Grieche starb am 26.März 1940 in seinem Geburtsort Amaroussi.

Soviel zu den wichtigsten Personen. Natürlich gibt es auf dem Olympiagelände noch mehrere Wege und Straßen, diese zu erläutern würde aber den Rahmen dieser Seite sprengen. Wer sich weiter darüber informieren will, kann dies in dem Buch „Die Münchner Straßen“ von Hans Dollinger tun. Dieses Buch sollte eigentlich in jeder guten Buchhandlung zu haben sein.

André Wagner